Gemeinsame Projekte gewinnen „Helfende Hand“

Nachwuchsarbeit: Bornheimer „Blaulicht-AG“ für Schulklassen ausgezeichnet

Berlin – Der Bundesinnenminister zeichnet seit mehr als zehn Jahren besonderes Engagement im Bevölkerungsschutz mit dem Förderpreis Helfende Hand aus. In diesem Jahr stand das Miteinander der Organisationen im Fokus: „Unsere Gesellschaft, wir alle profitieren von diesem Engagement! Ehrenamt ist eine Säule für Zusammenhalt und Solidarität in unserem Land“, erklärte Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, bei der Preisverleihung in Berlin. Mit dabei waren zahlreiche Feuerwehr-Projekte.

In der Kategorie „Nachwuchsarbeit“ wurde die „Blaulicht-AG“ aus Bornheim (NW) mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Unter Beteiligung der Feuerwehr soll hier langfristig Nachwuchs für das Ehrenamt gewonnen werden, indem Jugendliche der fünften und sechsten Klassen ihre Stärken und Talente erörtern und sich entsprechend in der jeweiligen Bevölkerungsschutzorganisation einbringen können. Den dritten Platz belegten die Louisenlunder Rettungsgilden aus Güby (SH). Auf dem Bildungscampus des dortigen Internats gibt es einen eigenen Feuerwehrstützpunkt; viele Jugendliche bleiben der Feuerwehr auch nach der Schulzeit treu.

In der Kategorie „Innovative Konzepte“ kam die „Region der Lebensretter“ aus Freiburg (BW) auf den ersten Platz: Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand werden qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer aus der Umgebung alarmiert – darunter auch Feuerwehrangehörige. Die Brandschutzaufklärung des Landkreises Kassel (HE) belegte den dritten Platz: Ihr Brandschutz-Memory hilft dabei, Kinder spielerisch für Feuer und Brandgefahren zu sensibilisieren und richtiges Verhalten für den Notfall zu trainieren.

Die „Unterstützung des Ehrenamtes“ stand im Mittelpunkt der dritten Kategorie. Hier belegte die neu gegründete Feuereinheit IG-Nord aus Kaiserslautern (RP) den vierten Platz. Durch den Einsatz von Beschäftigten der im Industriegebiet ansässigen Betriebe wird hier die Tagesalarmsicherheit während der Arbeitszeit gewährleistet. „FeuerwehrWilli“ aus Neustadt am Rübenberge (NI) landete auf dem fünften Platz: Auf Youtube informiert er jugendgerecht über Engagementmöglichkeiten im Ehrenamt sowie aktuell bewegende Themen.

Der Förderpreis war 2009 vom Bundesinnenminister ins Leben gerufen worden, um das Ehrenamt zu stärken, die Nachwuchsarbeit zu fördern und das Interesse der Menschen für ein Ehrenamt im Bevölkerungsschutz zu wecken. Der Deutsche Feuerwehrverband war durch Vizepräsident Lars Oschmann in der Jury beteiligt. Ausführliche Informationen zum Förderpreis gibt es im Internet unter www.helfende-hand-foerderpreis.de.