Das Feedback

Durch das DFV-Projekt zum Thema Frauen wurde das Thema in den (Feuerwehr-)Medien insgesamt präsenter. Die DFV-Kampagne „Frauen am Zug“ und vor allem die Plakatmotive lösten eine Vielzahl von Reaktionen aus, positive wie negative. Hier eine kleine Auswahl aus E-Mails, die den DFV erreichten:

  • „Natürlich unterstützen wir die Kampagne, aber die Feuerwehren brauchen jeden Nachwuchs, egal ob männlich oder weiblich. Denn es geht einfach nur gemeinsam!“
  • „Die Plakate und Postkarten sind sehr ansprechend und wecken mit ihren doppeldeutig gestalteten Slogans volle Aufmerksamkeit.“
  • „Ich weiß, was es heißt, sich in der Feuerwehr durchbeißen zu müssen, da ich damals die erste Feuerwehrfrau und lange auch die einzige in unserer Wehr war. Leider ging die vom DFV gestartete Kampagne bei uns voll „in die Hose“! Mir persönlich gefallen die Plakate zwar sehr gut, sie sind aber leider etwas zu provokativ geworden. Als erstes wurde der „BRAND“-Herd mit „KOCH“-Herd überklebt und alles was ich bzw. wir (mittlerweile fünf Frauen und vier Mädchen) uns bisher erarbeitet hatten, nämlich größtenteils Akzeptanz, wurde dadurch fast zu Nichte gemacht. Leider fühlten sich unserer Männer von den Motiven angegriffen und benachteiligt. Besser wäre vielleicht eine „Hand in Hand“-Kampagne gewesen. Wir haben uns deshalb entschlossen, T-Shirts zu gestalten, auf die das „Male- and Female-Symbol“ mit dem Schriftzug „Nur gemeinsam sind wir stark“ aufgedruckt sein wird.“
  • „Ich bin gerade auf die Aktion aufmerksam geworden und möchte zu den genialen Ideen gratulieren - ich finde die Kampagne großartig!!!“
  • „Ich bin in Österreich bei einer Freiwilligen Feuerwehr; auch bei uns ist die Frauenfeindlichkeit leider noch sehr groß (nicht in meiner Wehr, aber in den Nachbarwehren). Durch die Entscheidung zur Feuerwehr zu gehen habe ich mir einige Feinde gemacht; meine Entscheidung habe ich aber nie bereut! Schließlich kämpfen wir ja alle gemeinsam für die gute Sache – egal ob Frau oder Mann...“
  • „Die Kampagne mit den Sprüchen kam in meiner Abteilung nicht gut an. Meine Kameradin und ich fanden, dass die Kampagne zwar aufmerksam macht, aber die Rolle der Feuerwehrfrau eher lächerlich macht. Ich mache eine Ausbildung als KFZ-Mechatronikerin und bin jetzt die einzige Frau in der Werkstatt. Wir haben auch Probleme Frauen für den Beruf zu begeistern. Deshalb kann ich den Hintergrund auch gut nachvollziehen. Auch in der Feuerwehr ist man noch etwas ein Exot. Da wir nur zwei Frauen in unserer Abteilung sind und man diese Aktion nicht so ernst nimmt, haben wir leider nicht die Möglichkeit groß zu werben.“
  • „Die Aktion „Frauen am Zug“ findet unsere vollste Zustimmung. Auch die Motive der Plakate und Flyer sind sehr geglückt.“
  • „Super Idee – endlich mal was Provokatives und Frisches! Ich habe auch mitbekommen, dass die Serie sehr kontrovers diskutiert wird – aber genau das ist es ja, was solche Aktionen am Leben erhält.“
  • „Alle Frauen und Mädchen aus meiner Feuerwehr fanden die Aktion super. Macht weiter so! Provokation ist zwar für nicht für den Herausgeber nicht immer angenehm, aber es ist der einzige Weg, nachhaltig hängen zu bleiben.“
  • „Ich finde die Aktion „Frauen am Zug“ sehr gut. Vor allem die Plakate gefallen mir sehr gut. Sie haben etwas leicht Provokantes.“
  • „Ich bin selbst seit elf Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr, seit vier Jahren auch aktiv. Finde die Aktion wirklich super. Besonders gefallen hat mir „Frauen an den Brandherd“ mit der Drehleiter.“
  • „Ich finde es wichtig, dass auch Frauen in der Feuerwehr sind, zumal auch meine Frau in der Feuerwehr tätig ist. Die Plakate finde ich sehr gut gelungen. Sie haben etwas „Provokantes“ in der Überschrift, was zum genaueren Hinsehen veranlasst.“
  • „Die Feuerwehfrauen, die man auf den Plakaten mit ihren nagelneuen Anzügen und dem Helm (der sicher noch keinen Einsatz gesehen hat) oder die Jugendfeuerwehr, die auf der Straße schon gar nichts zu suchen hat – Feuerwehrfrauen kann man sicher auch anders darstellen, nicht nur so hingestellt und gekünstelt.“
  • „Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein, dass solche Plakate für die Aktionswoche genutzt werden sollen? Sie sind eine Katastrophe und wenn dem DFV bzw. dem Netzwerk Frauen nichts anderes einfällt sollte man es lieber ganz bleiben lassen.“
  • „Die Aktion „Frauen am Zug“ hat sehr viel Aufruhr gebracht. Die Plakate sind provokativ, vermitteln aber beim zweiten Hinsehen einen anderen Eindruck.“
  • „Ich finde diese Aktion total super. In meiner Feuerwehr gibt es bisher keine Frauen, wäre bestimmt aber mal was Neues.“
  • „Bei der Führung durch das Feuerwehrhaus sah ich ein Plakat des Projektes „Frauen am Zug“. Ich habe mir sofort die Internetadresse notiert und bin zu Hause kurzerhand auf die Webseite gegangen. Dort habe nicht nur gesehen, dass es noch mehr dieser tollen Plakaten gibt, sondern auch noch viel über dieses Projekt erfahren, welches ich übrigens toll finde.“
  • „Super Idee!!! Diese Aktion war schon lange fällig. Die Plakate sind einfach provokativ und da kommt keiner so einfach dran vorbei. Mit dieser Aktion wird mir aus dem Herzen gesprochen und hoffentlich können dadurch noch viele Frauen und Mädchen animiert werden, der Freiwilligen Feuerwehr und somit diesem wichtigen Ehrenamt beizutreten.
  • „Ich war bei einer Regionalkonferenz dabei und hab einiges mit nach Hause genommen. Also ich hab von den Vorträgen was mitgenommen, im Großen und Ganzen war es auch eine gute Veranstaltung und ich kann mich jetzt auch besser mit den Plakaten etc. identifizieren! Vor Ort habe ich als Abschluss der Brandschutzwoche auch einen Aktionsnachmittag organisiert.“
  • „Die Aktion war ein voller Erfolg! Es haben sich sehr viele Frauen für unsere Arbeit in der Feuerwehr interessiert und wir haben einigen Bürgern erklären müssen, welche Aufgaben denn eine Frauin der Feuerwehr hat: genau dieselben wie die Männer! es ist fast erschreckend gewesen, zu sehen, dass kaum jemand eine Ahnung davon hatte, dass es auch Frauen in der Feuerwehr gibt!!!“
  • „Mir ist bekannt, dass die DFV-Materialien zu der Kampagne den Kreisfeuerwehrverbänden zur Verfügung gestellt wurden. Schade ist nur, dass unsere kleine Ortswehr keine Werbematerialien vom Kreisfeuerwehrverband erhalten hat. Dies überrascht mich insbesondere, weil nicht nur die Zahl der aktiven Kameraden immer mehr zurückgeht, sondern auch der Anteil der weiblichen Feuerwehrangehörigen überproportional gering ist. Auf Grund dieser Tatsachen und der allgemein eher schlechten Situation der Feuerwehren hätte man meinen sollen, dass die Kampagne zur Gewinnung und Gleichstellung von Kameradinnen beim Kreisfeuerwehrverband mehr Engagement weckt. Dabei wäre es ein leichtes gewesen Material nachzufordern und es zu Werbezwecken den einzelnen Wehren zur Verfügung zu stellen.“
  • „Ich für meinen Teil finde die Aktion großartig und hoffe, dass diese Kampagne am Leben erhalten werden kann um endlich alte Klischees aus der Welt zu räumen und die personelle Situation in den Wehren langfristig zu verbessern.“