Deutsches Feuerwehr-Museum

Das Deutsche Feuerwehr-Museum als Leitmuseum der Feuerwehrgeschichte in Deutschland zeigt die Geschichte des aktiven wie passiven Brandschutzes nicht nur als ein Sondergebiet der Technikgeschichte, sondern auch als Zeit-, Kultur- und Sozialgeschichte. Der 1988 in der Fulda-Aue eröffnete Bau umfasst zwei großzügige, durch einen Zwischentrakt verbundene Hallen, die mit ihren eingestellten Häusern und Hausfassaden auf 1.600 qm Ausstellungsfläche eine Art Erlebnislandschaft bilden. Hier kommen die historischen Objekte vom einfachen Ledereimer bis zu den Feuerwehrfahrzeugen des 20. Jahrhunderts anschaulich zur Geltung. Spannende Sonderausstellungen mit aktuellem Bezug ergänzen das Programm.

Als erstes Haus in der Bundesrepublik ist das Deutsche Feuerwehr-Museum in Fulda vom Weltfeuerwehrverband CTIF durch eine internationale Jury ausgezeichnetworden. Das Zertifikat des Weltverbandes als „CTIF-Feuerwehrmuseum“ war zuvor international erst dreimal verliehen worden und ist auf zehn Jahre befristet. Es gilt als Qualitätssiegel für Kriterien eines professionellen Museumsbetriebs wie Ausstellungstechnik, inhaltliche Qualität, Didaktik, Dokumentation, Qualität der Restaurierungsmaßnahmen, Museumskonzeption, Besuchermanagement und Barrierefreiheit. Museumsexperten aus Österreich und Großbritannien bildeten die Jury.

Im Deutschen Feuerwehr-Museum sind historische Fahrzeuge und Geräte vor mehrstöckigen Gebäudekulissen in vertieften Gruben ausgestellt, die Geschichte lebendig machen und besonders Kindern, aber auch Rollstuhlfahrern, die optimale Betrachtung erlauben. Weitere Besonderheiten sind ein so genannter Feuergarten und außergewöhnliche Exponate vom Karussell bis zu Fahrzeugen, an denen verborgene Baumaterialien und Technik freigelegt wurden. Kinder finden Spaß an Feuerwehr-Spielangeboten. Das Deutsche Feuerwehr-Museum eignet sich auch als Location für Veranstaltungen und Feiern.

Unter den Exponaten des Museums befinden sich Highlights wie die älteste erhaltene fahrbare Handdruckspritze der Welt (1624), aufwendig verzierte Handdruckspritzen aus dem Barock und Klassizismus, die älteste bekannte pferdegezogene Drehleiter (1808), eine funktionsfähige Dampfspritze (1903), die erste elektroautomobile Drehleiter der Welt (1903), frühe Autospritzen aus den 1920ern und vieles mehr.

Doch neben diesen Superlativen wurde stets auf eine ausgewogene Darstellung der Feuerwehrgeschichte geachtet. Gerade die Ausrüstungen kleinerer Wehren sind deshalb ebenso berücksichtigt wie etwa Sonderfahrzeuge großer Berufswehren. Auf diese Weise können sich Besucher kleiner dörflicher Wehren im Museum ebenso wiederfinden wie die Vertreter von Werk- oder Berufsfeuerwehren; dem Laien wird ein breites Spektrum des Feuerwehrwesens geboten.

An einer Handdruckspritze neben dem museumseigenen „Löschteich“ kann man den kräftezehrenden Betrieb einer Handdruckspritze selbst ausprobieren. Auch ansonsten wird Familienfreundlichkeit großgeschrieben, so ist zum Beispiel für die kleinen Besucher auch eine Kinderspielecke eingerichtet. Ein speziell für Kinder präpariertes Führerhaus eines Feuerwehrfahrzeugs lädt die kleinen Besucherinnen und Besucher zum Einsteigen ein.

Von 1. April bis 31. Oktober jeden Jahres besteht zusätzlich für angemeldete Gruppen die Möglichkeit im Rahmen einer Führung durch das Besucherdepot einmal einen Blick „hinter die Kulissen“ zu werfen. Das Archiv und die umfangreiche Fachbibliothek stehen Forschenden werktags nach rechtzeitiger Voranmeldung zur Verfügung. Im Museumsshop finden kleine und große Feuerwehrfans eine umfangreiche Auswahl an Produkten vom Spielzeugauto bis zur Fachliteratur rund um das „heiße“ Thema.

Das zwischen dem Naturpark Vogelsberg und dem Biosphärenreservat Rhön auch nach der Wiedervereinigung zentral im Bundesgebiet gelegene Deutsche Feuerwehr-Museum vermittelt heute pro Jahr durchschnittlich 25.000 Besuchern aus dem In- und Ausland die Geschichte des Brandschutzes im deutschsprachigen Raum von seinen erkennbaren Anfängen im Mittelalter bis in die Gegenwart.

Kontakt

Deutsches Feuerwehr-Museum Fulda e.V.
St. Laurentius-Straße
336041 Fulda
Telefon: (0661) 7 50 17
Fax: (0661) 24 17 57
E-Mail: info@dfm-fulda.de
Internet: www.dfm-fulda.de (Link zu externer Seite)

Informationen zu den weiteren Feuerwehrmuseen in Deutschland gibt es hier.